Freundeskreis "Zinzendorfschloss-Berthelsdorf e.V."                      fahne-deutsch    fahne_englisch        

 
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Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf (1700-1760)

 


Historisches

1721                   1722               1736              1945                   heute

Mit der Ausweisung Zinzendorfs aus Sachsen beginnt auch für das Berthelsdorfer Schloss eine längere Ruhepause.
Zinzendorf wandert mit seiner "Pilgergemeinde" durch die zerteilten deutschen Länder, hält sich längere Zeit in der Wetterau/Oberhessen auf (Ronneburg, Marienborn, Herrnhaag), besucht zweimal Amerika und reist, dichtet und streitet ansonsten viel. Erst in den 1750er Jahren kehrt er endgültig wieder nach Herrnhut/Berthelsdorf zurück.
Bereits 1732 überträgt Graf Zinzendorf formal das Gut Berthelsdorf an seine Frau Erdmuth Dorothea.

Auch nach seinem Tod gehört es noch längere Zeit seiner Familie. Später wird es an die Brüder-Unität übereignet. Die nutzt die Gebäude ab 1793 als Sitz der Unitätsältestenkonferenz (Kirchenleitung). 1913 zieht diese jedoch in den Vogtshof nach Herrnhut und im Schloss verbleibt nur noch die Forstverwaltung der Brüder-Unität.

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 bringt auch radikale Veränderungen für Schloss Berthelsdorf mit sich. Das gesamte Gut wird dem Remonteamt (Pferdezucht) der deutschen Wehrmacht angegliedert. Das Herrenhaus wird wohl noch bis 1945 als Wohnhaus genutzt, aber die Brüder-Unität ist nicht mehr Eigentümerin des Areals.