Nach Beendigung des 2. Weltkrieges erhält die Brüder-Unität
das gesamte Gut Berthelsdorf von der sowjetischen Militäradministration
zurück - als Entschädigung für die Übernahme
durch die Nazis.
Doch schon 1949 verliert die Brüder-Unität
im Rahmen der Bodenreform und einiger recht undurchsichtiger
Beschlüsse wieder dengesamten Besitz. Gut und Schloss Berthelsdorf
werden nun bis 1992 als Volkseigenes Gut (VEG) genutzt; ein
Teil der Gebäude daüber hinaus als Wohn- und Bürohäuser.
Nach dem Auszug des VEG waren die Gebäude, welche bereits zu dieser Zeit in einem beklagenswerten Zustand waren, nun dem völligen Verfall preisgegeben. Wind und Wetter konnten ungehindert die Gebäudesubstanz angreifen; das Dach eines Nebngebäudes stürzte nach einem orkanartigen Sturm ein.
Das Ensemble bot in dieser Zeit einen beklagenswerten Anblick, und es war sprichwörtlich " 5 Minuten nch zwölf" und musste umgehend etwas geschehen, wenn das Schloß gerettet werden sollte.